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Stategisches Lieferantenmanagement: Tipps zur besseren Lieferantenauswahl

veröffentlicht von Laura Heisch am 11.08.2016

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In den meisten Produktionsbetrieben findet heutzutage eine Verlagerung auf die Kernkompetenzen aller Beteiligten innerhalb der Produktion- und Lieferkette statt. Sowohl innerbetrieblich als auch außerhalb steigt die Anzahl der Beteiligten am industriellen Prozess bis zum endgültigen Produkt. Das bedeutet gleichzeitig, dass immer mehr (Teil-)Produkte eingekauft werden müssen. Um dennoch eine gleichbleibende Qualität zu stabilen Preise von Lieferanten und Produzenten zu gewährleisten, rückt eine strategische und langfristige Lieferantenarbeit immer stärker in den Fokus der Unternehmensführung.

Kriterien zur Lieferantenauswahl:

Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, ist die Suche bzw. Auswahl von geeigneten Lieferanten, die zu den Anforderungen des einkaufenden Unternehmens passen. Die Bedürfnisse des Unternehmens an einzelne Lieferanten können abhängig von dem zu liefernden Produkt sehr individuell sein. So sollte vor der Suche nach einem neuen Lieferanten eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden, in der unter anderem folgende Punkte untersucht werden:

  • wie wichtig/ entscheidend ist das eingekaufte Produkt bzw. der Lieferant für den weiteren Produktionsprozess
  • wie hoch sind die eingesetzten/geplanten Kosten in diesem Bereich?
  • welche Voraussetzungen muss das Produkt erfüllen?
  • Welche Vorgaben muss der Lieferant allgemein erfüllen?

Dabei gibt es sehr unterschiedliche Vorgehensweisen, wie Lieferanten in Gruppen oder Typen eingeordnet werden können. Eine Form der Lieferantengruppierung in Typen, haben wir Ihnen bereits vorgestellt.

Lieferantensuche:

In der Regel ist die Einkaufsabteilung für die Lieferantenauswahl zuständig. In einem ersten Schritt müssen potentielle Lieferanten ausfindig gemacht werden. Größere Unternehmen verfügen über eine eigene Lieferantendatenbank. Kleiner Unternehmen, oder wenn es sich um einen völlig neuen Einkaufsbereich handelt, können im ersten Schritt folgende Wege nutzen, um neue Lieferanten zu finden:

  • Branchenbücher
  • Internetrecherche
  • Messen
  • Industrie- & Handelskammern
  • Empfehlungen von Geschäftspartnern
  • Lieferantenselbstauskunft

Lieferantenselbstauskunft:

Insbesondere die Lieferantenselbstauskunft ist ein einfacher Weg, sein Lieferantennetzwerk einfach zu erweitern. Sie bietet Lieferanten die Möglichkeit sich eigenaktiv mit dem Unternehmen (meist direkt über deren Webseite) in Verbindung zu setzen. Hierbei muss der Lieferant in der Regel einige Fragen zu seinem Produkt und seinem Unternehmen beantworten. Passen die Anforderungen des Unternehmens zu dem Angebot des Lieferanten, wird dieser von dem Unternehmen kontaktiert und um ein Angebot gebeten.

Lieferantenqualifizierung bis zur Freigabe:

  • Angebote einholen/ Preisvergleiche machen: Hier sollte man nicht direkt das erst beste Angebot annehmen.
    Unser Tipp:  Rabatte oder Sonderkonditionen für die erste Lieferung aushandeln.
  • Lieferantenfragebogen: hier werden ähnlich wie bei der Lieferantenselbstauskunft Angaben zum Unternehmen (z.B. Standort, Ansprechpartner, lieferantenbezogene Zertifizierungen, Logistik) und zum Produkt (z.B. Qualität, Preise, Zertifizierungen, Zahlungs- & Lieferbedingungen) abgefragt
  • Referenzen abfragen: Sprechen Sie mit Kunden der Anbieter. Nichts geht über eine persönliche Referenz.
  • Vor-Ort-Besuch/ Pre-Audit: Das kann gerade bei größeren Bestellungen und einer langfristigen Zusammenarbeit sinnvoll sein.
  • evtl. Proben anfordern: in Abstimmung mit der Qualitätsabteilung kann es sinnvoll sein, eine Muster-Lieferung anzufordern und intern zu prüfen, ob die Qualitätsmaßstäbe erfüllt sind.

Im Allgemeinen dient der Lieferantenfragebogen zur Auswahl gleichzeitig als erste Bewertung des Lieferanten vorab. Die abgefragten Angaben richten je nach der Priorität der einzelnen Bewertungskriterien und können dabei von Lieferant zu Lieferant unterschiedlich sein. Nachdem auf dieser Basis eine erfolgreiche Lieferantenauswahl getroffen wurde und der Lieferant die Mindestanforderungen (an Preis-Leistung, Qualität usw.) erfüllt, erhält er die Freigabe durch den Einkauf und das Qualitätsmanagement.

Gerade im Hinblick auf eine langfristig geplante Lieferantenzusammenarbeit ist eine regelmäßige und fortlaufende Bewertung seiner Lieferanten notwendig und sinnvoll. Im Rahmen einiger Zertifizierungen (z.B. ISO 9001) sind Lieferantenbewertungen in entscheidenden Produktionsbereichen sogar verpflichtend. Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Lieferanten an einer kontinuierlichen Produktqualität und optimieren Sie dadurch stetig die Lieferbedingungen!


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Themen: Tipps, Für Lieferantenmanager