Lieferantenaudit - So bewerten Sie Ihre Lieferanten effizient

veröffentlicht von Laura Heisch am 14.04.2016

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Lieferantenaudits dienen in der Regel der Lieferantenbewertung oder Lieferantenauswahl innerhalb eines effizienten Lieferantenmanagements. In vielen Fällen werden Lieferantenaudits als Instrument zur Lieferantenbewertung im Rahmen von ISO 9001 eingesetzt. Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Schritte, die ein effizientes Lieferantenaudit beinhalten sollte. Insbesondere die Checkliste zur Auditdurchführung bzw. der Bewertungskatalog nach dem Sie Ihren Lieferanten bewerten, stellt ein zentraler Bestandteil des Lieferantenaudits dar.

Vorteile eines Lieferantenaudits:

  • Sicherstellung, dass es ein funktionierendes und effektives Qualitätsmanagement-System (QMS) gibt.
  • Transparente Dokumentation von Optimierungsprozessen, die die Produkt-/ Rohstoffqualität des Lieferanten gewährleisten.
  • Die Entwicklung des Lieferanten kann erfasst und verglichen werden.
  • Das Lieferantenrisiko und die Qualitätskosten können reduziert werden.
  • Der aktive Austausch zwischen Kunde und Lieferant stärkt langfristig die gegenseitige Geschäftsbeziehung.

 

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Schritt 1: Informationen über Lieferant einholen

Informationen und Unterlagen wie Verträge, Lieferspezifikationen, Dokumentationen zu Ausschuss und Reklamationen oder Arbeitsanweisungen. Diese Dokumente sollten Sie bereits vorab im Rahmen Ihrer Lieferantendokumentation abgefragt und abgelegt haben.

Schritt 2: Checkliste zur Auditdurchführung

Folgende Bereiche sollten dabei standardisiert überprüft und bewertet werden. Sie dienen als vergleichende Bewertungsgrundlage für alle Lieferantenaudits.

  • Gesamteindruck des Betriebs: Zustand der Produktion in Bezug auf Organisation, Sauberkeit, Ordnung; ist Lagerung zweckmäßig.
  • Anlagen-, Maschinenausstattung und Fertigung: Stand des Maschinenparks, sind Wartungspläne vorhanden, Vorschriften zur Prozessauslegung.
  • Interne und externe Kommunikation: Stand der Informationstechnik, welche Betriebssysteme, Sicherungsmaßnahmen zur Einhaltung des Datenschutzes
  • Qualitätsmanagement (im Rahmen von ISO 9001): wie ist das Qualitätswesen organisiert, ist die Wirkweise des QM-Systems beschrieben, gibt es dokumentierten Prozess zur Messung der Kundenzufriedenheit?
  • Prüfmittel und Prüfeinrichtungen: sind geeignete Prüfeinrichtungen vorhanden, sind die eingesetzten Prüfmittel geeignet, werden Prüfmittel und Prüfeinrichtungen regelmäßig überprüft?
  • Prüfungen: gibt es einen QM-Plan, werden fehlerhafte Teile identifiziert, gekennzeichnet, richtig gelagert und ausgeschlossen?
  • Mitarbeiterqualifikation: Faktoren wie Qualifikation (ausreichende Schulungen), Motivation, regelmäßige Unterweisung zur Arbeitssicherheit.
  • Lieferzuverlässigkeit: Auswertung der bisherigen Zuverlässigkeit auf Basis von Qualitätssicherungsvereinbarungen wie z.B. gibt es ein System zur Rückverfolgbarkeit, gibt es Pläne des Zulieferers zur Notfallversorgung?

Schritt 3: Auditdurchführung

Anhand der Checkliste wird der IST-Zustand mit dem SOLL-Zustand (auf Basis der vertraglich geregelten Bedingungen) abgeglichen. Das Audit kann von dem Kunden selbst oder von einem externen Dienstleister durchgeführt werden.

Schritt 4: Auditnachverfolgung

Den Abschluss des Auditprozesses bildet normalerweise ein Abschlussgespräch mit dem Lieferanten.  Im Rahmen von ISO 9001 muss die Bewertung/ Checkliste dem Lieferanten transparent zur Verfügung gestellt werden. Die daraus abgeleiteten Optimierungsansätze dienen zur Verbesserung der Produktions- und Lieferqualität und der Lieferanten hat die Möglichkeit, die Aufgaben in einem festgelegten Zeitraum zu erbringen.

 

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