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Konformitätserklärung im Lebensmittelbereich

veröffentlicht von Laura Heisch am 07.07.2016

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Als Unternehmen im Lebensmittelbereich müssen Sie auf jeder Stufe der Produktions- und Lieferkette eine Konformitätserklärung bereitstellen, wenn Sie entsprechende Waren in Verkehr bringen. Die Konformitätserklärung innerhalb der Lebensmittelindustrie stellt dabei eine Besonderheit dar. Aufgrund der strengeren Bedingungen auch für Waren die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, besteht hier eine gesonderte Pflicht über eine Konformitätserklärung. Im Mittelpunkt stehen Materialien aus Kunststoff, da bei diesen die Gefahr einer Materialauswirkung auf das Lebensmittelprodukt besteht. Die Konformitätserklärung für Lebensmittelbedarfsgegenstände aus Kunststoff dient also einerseits der Gewährleistung einer Dokumentationsweitergabe innerhalb und der Sicherung der Produktsicherheit & Produktqualität.

Grundlagen:

In diesem Rahmen bildet die Verordnung (EG) Nr. 10/2011 "über Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen", die rechtliche Grundlage. Die Verordnung fasst bisherige einzelne Richtlinien, unter anderem die Kunststoff-Richtlinie  (EG) 2002/72 usammen und vereinheitlicht diese. Die Verordnung bezieht sich dabei auf den Umgang mit sogenannten “Lebensmittelbedarfsgegenständen” aus Kunststoff, oder auch Lebensmittelkontaktmaterialien genannt und erweitert die Regularien auch auf Rohstoffe.

Allgemeine Anforderungen an Materialien aus Kunststoff, die für den Lebensmittelkontakt hergestellt werden, sind in der Verordnung (EU) Nr. 1935/2004 festgehalten. Unter Artikel 3 dieser Verordnung ist beschrieben, dass die Materialien nach einer “guten Herstellungspraxis” herzustellen sind, damit die Produktsicherheit gewährleistet ist.

Alle Details der Verordnung (EG) Nr. 10/2011: Download PDF
Alle Details der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004: Download PDF

Das muss eine Konformitätserklärung im Lebensmittelbereich enthalten:

Die Angaben werden in der Verordnung (EG) 2007/19 im Anhang VII bzw. VIa regelt.

  1. Identität und Anschrift des Herstellers/ Händlers der Materialien
  2. Identität der Materialien
  3. Datum der Erklärung
  4. Bestätigung, dass das Produkt den Verordnungen 10/2011 und 1935/2004 entspricht
  5. Informationen über Stoffe, die Beschränkungen unterliegen
  6. Migrationstest
  7. Spezifikationen zum vorhergesehenen Verwendungszweck
  8. Bestätigung beim Einsatz von mehrschichtigen Kunststoffbarrieren, dass diese den Richtlinien entsprechen

Konformitätserklärungen in anderen Bereichen:

Des Weiteren können sich Konformitätserklärungen auf Produkte, Prozesse oder Maschinen beziehen. Für die jeweiligen Konformitätserklärungen gelten unterschiedliche Verordnungsgrundlagen und es werden je nach Konformitätserklärung andere weiterführende Dokumente benötigt.

Eine besondere Form der Konformitätserklärung ist die EG-Konformitätserklärung, z.B. im Maschinenbereich. Hier versichert der Hersteller, dass das Produkt den Anforderungen der EG-Maschinenrichtlinie entspricht. Dafür sind eine Betriebsanleitung, eine technische Dokumentation und eine Gefahrenanalyse notwendig. Die EG-Konformitätserklärung muss jedem ausgelieferten Produkt beigefügt werden.

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