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ISO 14001: Das müssen Sie über die Norm für nachhaltiges Umweltmanagement wissen

veröffentlicht von Laura Heisch am 09.03.2017

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Umweltmanagement ist ein Thema, das Unternehmen jeder Größe und unabhängig der Branche betrifft. Neben gesetzlichen Vorschriften zur Reduzierung der Umweltverschmutzung, führt eine konsequente Umweltpolitik in Unternehmen zu reduzierten Energiekosten und einer nachhaltigen Produktion.

Der einzige international anerkannte Standard für Umweltmanagement ist die ISO 14001 Norm. Sie enthält Richtlinien für ein Umweltmanagementsystem zur Erreichung von Zielen im Bereich Umweltleistung von Unternehmen. Sie richtet sich an Unternehmen jeder Größe und ist branchenunabhängig. Das übergeordnete Ziel der ISO-Norm ist die Förderung des Umweltschutzes und die Reduzierung der Umweltbelastung.

Inhalte der Norm für Umweltmanagement

Die Norm schreibt Prozesse im Umweltmanagement vor, die durch das System abgedeckt werden sollen, enthält dabei aber keine konkreten Vorgaben, wie Unternehmen das umsetzen sollen. Stattdessen fordert die Norm die Einhaltung von selbst definierten Vorgaben des Unternehmens für das Umweltmanagement. Einer der ersten und wichtigsten Schritte ist die Einrichtung eines Unweltmanagementsystems.

Hauptaspekte der Norm sind:

  • die Einhaltung von Rechtsvorschriften
  • die ständige Verbesserung der Umweltleistung
  • die Einbeziehung der Mitarbeiter
  • die Kommunikation mit der Öffentlichkeit

ISO 14001: Versionen und Revisionen

Die ISO-Norm 14001 wurde erstmals 1996 von der International Organization for Standardization (ISO) entwickelt und herausgegeben.

2004 erfolgte die Veröffentlichung der ersten Revision, die auf internationaler Ebene herausgegeben wurde. Sie enthält genauere Beschreibungen der Vorgaben und soll eine bessere Vereinbarkeit mit der ISO 9001-Norm für Qualitätsmanagement möglich machen. Im Herbst 2015 erschien die letzte und aktuellste Version der ISO-Norm.

ISO 14001:2015

Die neueste Fassung baut auf der folgenden Struktur auf:

1 Anwendungsbereich
2 Normative Verweisungen
3 Begriffe
4 Kontext der Organisation und des Unternehmens
5 Führung
6 Planung
7 Unterstützung
8 Betrieb
9 Bewertung der Leistung
10 Verbesserung

Im Rahmen der Revision ISO 14001:2015 wurden insbesondere Erweiterungen in Bezug auf den Geltungsbereich des Umweltmanagementsystems vorgenommen. So müssen sich die Umweltziele auf so viele Prozessbereiche wie möglich erstrecken und ausgelagerte Prozesse ebenfalls mit einschließen. Ziel ist es die Umweltleistung in alle Bereichen entlang der Produktions- und Lieferkette  - von der Rohstoffgewinnung über die Entwicklung, die Produktion und den Transport bis hin zur Verwendung und Entsorgung - ständig zu verbessern. Eine weitere Änderung ist, dass Leistungskennzahlen (KPIs) zur Messung der Umweltziele zukünftig eine höhere Bedeutung haben, ebenso wie  die begleitende Dokumentation zu der Norm.

Eine Übersicht zu den größten Änderungen und Neuerungen der ISO können Sie hier als PDF herunterladen (EN).

Bezüge zu EMAS - Eco Management and Audit Scheme

Das Eco Management and Audit Scheme (EMAS)  ist ein freiwilliges Instrument auf Basis der EG-Verordnung Nr. 761/2001 und dem Umweltauditgesetz, mit dem Unternehmen durch geprüftes und systematisches Umweltmanagement ihre Umweltleistung verbessern können.  Dabei sind die Anforderungen der ISO 14001-Norm in Bezug auf ein Umweltmanagementsystem auch Kernbestandteil von EMAS. Während die ISO-Norm international ausgerichtet ist, liegt der Geltungsbereich von EMAS innerhalb der europäischen Union und ergänzt die Vorgaben der ISO-Norm durch eine Umwelterklärung. EMAS ist stärker auf die öffentliche Kommunikation der Umweltleistung ausgerichtet.

Für die Einhaltung der EMAS-Vorgaben gibt es keine offizielle Zertifizierung, stattdessen werden die Vorgaben von staatlich zugelassenen Umweltgutachtern nach dem Umweltauditgesetz geprüft. Nach der bestandenen Kontrolle erfolgt der Registrierungsantrag bei der zuständigen Handelskammer, in dessen EMAS-Register das Unternehmen aufgenommen wird.

Zertifizierung

Ein Nachweis über die Einhaltung der ISO-Norm 14001 findet iin Form einer Zertifizierung statt. Die Zertifizierung erfolgt durch einen zweistufigen Zertifizierungsprozess von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle. Nach erfolgreicher Zertifizierung erhält das Unternehmen ein Zertifizierungsdokument und kann das Siegel nach außen kommunizieren. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von 3 Jahren und nach diesem Zeitraum ist ein Rezertifizierungsaudit fällig.

 

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