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FSSC 22000 - Grundlagen und Neuerungen

veröffentlicht von Laura Heisch am 19.01.2017

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Lebensmittelsicherheit ist nach wie vor eines der Hauptthemen für alle Beteiligten entlang der Produktions- und Lieferkette bis hin zum Endverbraucher. Vor allem vor dem Hintergrund immer wiederkehrender Lebensmittelskandale ist die Überwachung und Kontrolle eines funktionierenden Managementsystems für Lebensmittelsicherheit ein zentraler Aspekt innerhalb der Produktion von Lebensmittelerzeugnissen.

Ein Standard, der unterschiedliche Standards im Bereich Lebensmittelsicherheit umfasst und vereinheitlicht, ist der FSSC 22000-Standard. Vor diesem Hintergrund stellen wir Ihnen die wichtigsten Grundlagen und Neuerungen vor.

Was ist der FSSC 22000-Standard?

Der FSSC 22000-Standard (Food Safety System Certification) wurde erstmals 2005 herausgegeben und dient der Einhaltung der Lebensmittelsicherheit bei der Produktion von Lebensmittelerzeugnissen. Voraussetzung ist die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems für Lebensmittelsicherheit (z.B. ISO 22000) und die Berücksichtigung von Good Manufacturing Practice (GMP) und Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP).

Der internationale FSSC-Standard wird seit 2009 vollständig von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannt und vereinheitlicht dadurch unterschiedliche Normen und Standards zu einem offiziellen, auditierbaren Standard, der die Anforderungen an Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit konkretisiert. Der Standard verbindet unter anderem die Anforderungen von HACCP, ISO 22000 und PAS 220/ISO 22002-1 (PAS, Publicly Available Specification, sind öffentlich verfügbare Spezifikationen, die öffentliche Vorgaben enthalten und weniger bindend sind).

Wen betrifft der FSSC-Standard?

Der Standard deckt alle Bereich entlang der Produktions- und Lieferkette ab: von der Produktion und Verarbeitung von tierischen Produkten, über die Herstellung von Verpackungsmaterial bis hin zum Transport und Handel von Lebensmittelprodukten.

Zertifizierte Unternehmen können so auf Basis internationaler Vergleichbarkeit zeigen, dass sie allen gesetzlichen Vorgaben für ein effizientes Management zur Lebensmittelsicherheit entsprechen. Auch kleinere und mittlere Unternehmen können das etablierte System in ihre bestehenden Prozesse integrieren und vermindern Risiken für die Lebensmittelsicherheit. Mittlerweile sind mehr als 13.000 Organisationen in über 140 Ländern FSSC 22000 zertifiziert.

Inhalte des FSSC-Standards:

Der Standard umfasst unter anderem Vorgaben zur Dokumentation, Kontrolle und Verbesserung des Managementsystems für Lebensmittelsicherheit  sowie umfassende Richtlinien über die einzelnen Stufen und Beteiligten des Zertifizierungsprozesses. Das Regelwerk des FSSC-Standards ist in sechs Teile und weitere 6 Anhänge gegliedert.

Teil 0 – Definitionen

Teil I – Übersicht

Teil II – Anforderungen für die Zertifizierung

Teil III – Anforderungen für den Zertifizierungsprozess

Teil IV – Anforderungen für Zertifizierungsbehörden

Teil V – Anforderungen für Zulassungsbehörden


Annex 1 Part IV – Geltungsbereich der Aussagen

Annex 2 Part IV – Kalkulation Audit-Dauer

Annex 3 Part IV – Einstufung der Nichteinhaltung

Annex 4 Part IV – Audit-Berichte

Annex 4a Part IV – Vorlage Audit-Bericht

Annex 5 Part IV – Qualifikation des Auditors

Annex 6.1 Teil IV – FSSC 22000 Zertifikat

Annex 6.1 Teil IV – FSSC 22000 Zertifikat

Wie findet die Zertifizierung statt?

Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von 3 Jahren und wird durch eine unabhängige Zertifizierungsbehörde ausgestellt. Nach einem erfolgreichen 2-stufigen Auditprozess wird die Zertifizierung erteilt. Die zertifizierte Organisation wird durch ein jährliches Überwachungsaudit zur Einhaltung der Zertifizierungsvorgaben begleitet und überprüft.

Änderungen / Neuerungen der Version 4:

Ende 2016 wurde eine neue Version des FSSC-Standards veröffentlicht. Ab Januar 2018 müssen alle Audits und Zertifizierungen auf Basis der Version 4 durchgeführt werden.

Die überarbeitete Version beinhaltet Änderungen und Neuerungen in den Bereichen:

  • begleitende Handbücher wurden konkretisiert und in den Richtlinien des Standards fest verankert
  • unangekündigte Überwachungs-Audits: sind im Gegensatz zu BRC oder IFS (Links)  nicht optional, sondern Pflicht
  • Erweiterung auf die Bereiche Lagerung & Transport , Service/ Catering, Handel
  • Neu: Dokumentation und Kontrolle von potentiellen Schwachstellen für Lebensmittelbetrug (Food Fraud)
  • Überarbeitung des Logos

Weitere Informationen:

 

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Themen: Dokumenttypen, Tipps, Zertifizierungen