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Basiswissen Lebensmittelkennzeichnung: Gentechnikerklärung

veröffentlicht von Laura Heisch am 30.06.2016

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Ein wichtiger Aspekt für Unternehmen im Lebensmittel- oder Futtermittelbereich, egal ob als Produzent oder einkaufendes Unternehmen, ist die transparente Dokumentation während der gesamten Produktions- und Lieferkette.

Insbesondere bei der Weiterverarbeitung von Rohstoffen müssen Sie deren Herkunft genau nachweisen und dokumentieren. Dabei ist die Kennzeichnung von “Gentechnisch veränderten Organismen” (GVO) innerhalb der EU unbedingt notwendig und gesetzlich verpflichtend. Das gewährleistet die Einhaltung der Lebensmittelsicherheit sowie die Produkttransparenz für den Endverbraucher und dient dem Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier.

Die Grundlagen für den Umgang mit Lebensmitteln bilden:

  1. EG-Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 über  gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermitteln

Alle Details können Sie direkt in der Verordnung nachlesen: Download PDF

  1. EG-Verordnung (EG) Nr. 1830/2003: Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Organismen/ Rückverfolgbarkeit

Alle Details können Sie direkt in der Verordnung nachlesen: Download PDF

Als einkaufendes Unternehmen benötigen Sie daher im Rahmen Ihrer Produktdokumentation eine Bescheinigung Ihrer Rohstofflieferanten, über den eventuellen Einsatz von gentechnisch veränderten Stoffen während des gesamten Herstellungsprozesses, um den Einsatz von Gentechnik lückenlos zurückverfolgen zu können.

Lieferantenerklärung Gentechnik:

Die GVO-Verordnungen regeln die Grundlagen sowie Grenzwerte zur Dokumentation und Kennzeichnung von “Gentechnisch veränderte Organismen”. Es ist nicht nur Pflicht GVO-Lebensmittel besonders zu kennzeichnen, sondern auch einzelne Zutaten wie beispielsweise Lebensmittelzusatzstoffe, die zur Herstellung verwendet werden.

Der Lieferant von Rohstoffen muss dafür eine produktbezogene Erklärung abgeben, ob und inwiefern das gelieferte Produkt/ der gelieferte Rohstoff gentechnisch verändert wurde oder bei der Herstellung mit gentechnisch veränderten Produkten in Berührung gekommen ist. Die Grenze zur Kennzeichnung von GVO liegt bei einem Anteil von 0,9%, wenn diese technisch nicht zu vermeiden oder zufällig sind. Die Verordnung gibt dabei keine eindeutige Definition und strikten Regeln vor, was “technisch unvermeidbar” und “zufällig” bedeutet.

Tipps zur Gentechnikerklärung:

  • Diese ist oftmals bereits in der Produktspezifikation Ihres Lieferanten enthalten, wodurch kein mehrfaches Abfragen notwendig ist.
  • Viele lebensmittelproduzierende Unternehmen fordern von ihren Lieferanten zusätzlich eine GVO-frei Bescheinigung, weil sie dem Endverbraucher nur Produkte ganz ohne Gentechnik anbieten möchten. Hierfür gibt es länderspezifische Öko-Siegel, die das Produkt extra als “ohne Gentechnik” auszeichnen.

 Gentechnik-Freiheitsbescheinigung:

Die “Gentechnikfreierklärung”/GVO Freiheitsbescheinigung bescheinigt, dass das Produkt vollständig ohne Gentechnik (im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen) produziert wurde, wodurch die Kennzeichnungspflicht entfällt. Grundlage hierfür bildet unter anderem die EG-Öko-Basisverordnung Nr. 834/2007 für den ökologischen Landbau.

Alle Details können Sie direkt in der Verordnung nachlesen: Download (PDF)


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Themen: Branchen-Informationen, Rohstoffdokumente, Für Lieferantenmanager